5 Wege, Gesundheitsdaten ohne Cloud zu sichern
Du willst deine Gesundheitsdaten nicht in der Cloud, aber auch nichts verlieren? Wir zeigen 5 Wege, wie du ohne Cloud sicherst, und Gewohnheiten, mit denen deine Backups sicher bleiben.
- 5 Wege
- 7 Min. Lesezeit
- 5 Abschnitte
Kurz gesagt
- Ein Backup schützt deine Einträge bei Verlust, Defekt, versehentlichem Löschen und beim Handywechsel.
- Ein verschlüsseltes iPhone-Backup am Computer, die Backupdatei der App und eine externe Festplatte sichern ohne Cloud.
- Wähl ein eigenes, starkes Backup-Passwort und lass externe Laufwerke nicht angeschlossen, wenn du sie nicht nutzt.
- Bewahre eine zweite Kopie an einem anderen Ort auf und teste ab und zu, ob sich deine Backups öffnen lassen.
- Wenn du täglich Einträge machst, ist ein Backup im Monat ein guter Anfang.
Deine Medikamentenpläne, Periodeneinträge, Arztnotizen und Laborwerte … Das alles festzuhalten kostet Mühe, und niemand möchte es verlieren, nur weil das Handy eines Tages kaputtgeht. Gleichzeitig willst du deine Gesundheitsdaten vielleicht nicht in ein Cloud-Konto legen. In diesem Artikel zeigen wir dir 5 Wege, deine Einträge ohne Cloud zu sichern, und einfache Gewohnheiten, mit denen deine Backups sicher bleiben.
Warum ein Backup nötig ist, die Cloud aber nicht
Ein Backup ist eine Kopie deiner wichtigen Daten, die an einem anderen Ort liegt. Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) erinnert daran, dass ein Backup dich schützt, wenn dein Gerät verloren geht, gestohlen wird oder kaputtgeht, wenn du versehentlich etwas löschst, vor Schadsoftware und wenn du das Gerät wechselst. Liegt eine Kopie nur auf dem Handy, ist sie mit dem Handy weg.
Ein Cloud-Backup ist praktisch, weil es automatisch läuft, aber es ist nicht die einzige Möglichkeit. Manche möchten nicht, dass ihre Gesundheitsdaten ihre eigenen Geräte verlassen; anderen reicht der Cloud-Speicher nicht oder die Verbindung ist schwach. Wenn du nicht sicher bist, wo deine eigenen Einträge liegen, ist es ein guter Anfang, zuerst zu prüfen, wo deine Gesundheitsdaten gespeichert werden.
Ohne Cloud zu sichern legt etwas mehr in deine Hände. Mit ein paar einfachen Schritten kannst du daraus aber eine regelmäßige und sichere Gewohnheit machen.
5 Wege, ohne Cloud zu sichern
Du musst nicht alle Wege gleichzeitig nutzen. Es reicht, einen oder zwei auszuwählen, die zu deinem Alltag passen.
- Mach ein verschlüsseltes iPhone-Backup auf deinem Computer. Bei Apple kannst du dein iPhone per Kabel mit einem Mac oder PC verbinden und ein lokales Backup erstellen. Laut Apple musst du das Backup verschlüsseln, damit auch deine Health- und Aktivitätsdaten enthalten sind; vergisst du dieses Passwort, lässt sich das Backup nicht wiederherstellen. Manche Apps halten ihre Einträge allerdings aus Geräte-Backups heraus; sieh dir deshalb auch die eigenen Backup-Optionen deiner Apps an.
- Nutze die eigene Backupdatei der App. Viele Gesundheits-Apps lassen dich deine Einträge als Datei exportieren. Diese Datei kannst du in der App Dateien auf deinem iPhone an einem Ort deiner Wahl speichern. Wenn es eine Option gibt, die Datei mit einem Passwort zu schützen, nutze sie unbedingt.
- Nutze eine externe Festplatte oder einen USB-Stick. Wenn du deine Backupdateien auf ein externes Laufwerk kopierst, liegen sie getrennt von Handy und Computer. Das NCSC empfiehlt, solche Laufwerke nicht angeschlossen zu lassen, wenn du sie nicht nutzt, und sie nach Möglichkeit mit einem Passwort zu schützen; so bleiben die Inhalte auch bei Verlust geschützt.
- Bewahre eine lesbare Kopie auf. Eine Backupdatei dient oft nur dazu, Daten in die App zurückzuholen. Wenn du Arztberichte, Laborwerte oder Zusammenfassungen eines Zeitraums zusätzlich als PDF oder ausgedruckt aufbewahrst, hast du die Informationen im Ernstfall schnell zur Hand.
- Bewahre eine zweite Kopie an einem anderen Ort auf. Liegen alle Backups in derselben Schublade, können ein Brand, ein Wasserschaden oder ein Einbruch alle auf einmal treffen. Einen USB-Stick mit Passwort kannst du an einem Ort aufbewahren, dem du vertraust, zum Beispiel in einem abschließbaren Schrank bei der Arbeit oder bei einem Menschen, dem du vertraust.
Bei der Entscheidung für einen Weg helfen dir drei Fragen: In welcher Situation ist das Risiko am größten, dass ich meine Einträge verliere? Wie viel Zeit kann ich mir für das Backup nehmen? Wo komme ich an das Backup heran, wenn ich es brauche? Hast du zum Beispiel zu Hause einen Computer, ist ein verschlüsseltes Backup einmal im Monat vielleicht einfach. Hast du keinen Computer, ist es praktischer, die Backupdatei der App auf einen USB-Stick mit Passwort zu kopieren. Wichtig ist, dass der gewählte Weg zu deinem Leben passt und du ihn wirklich regelmäßig umsetzen kannst.
Gewohnheiten, mit denen deine Backups sicher bleiben
Ein Backup nützt nur, wenn es in die richtigen Hände gerät. Gesundheitsdaten sind sensibel; geh mit deinen Backups also genauso sorgfältig um wie mit deinem Handy.
- Nutze ein starkes, eigenes Passwort. Wähl ein Backup-Passwort, das sich von den Passwörtern deiner anderen Konten unterscheidet, und bewahre es in einem Passwort-Manager oder an einem sicheren Ort auf.
- Benenne deine Dateien eindeutig. Mit dem Datum im Dateinamen siehst du auf einen Blick, welches Backup das neueste ist.
- Verteile keine unverschlüsselten Kopien. Wenn du die Backupdatei an dich selbst mailst oder auf einem gemeinsam genutzten Computer liegen lässt, kann das den Sinn eines Backups ohne Cloud zunichtemachen.
- Räum alte Backups auf. Lösch Kopien, die du nicht mehr brauchst; je weniger Kopien es gibt, desto leichter behältst du den Überblick.
Es hilft auch, vorher zu wissen, was du in den ersten Stunden tust, falls dein Handy einmal verloren geht. Das erklären wir Schritt für Schritt in Handy verloren: Was passiert mit deinen Gesundheitsdaten?
Wie oft solltest du ein Backup machen?
Eine Antwort, die für alle passt, gibt es nicht; es hängt davon ab, wie oft du Einträge machst. Wenn du jeden Tag Einträge machst, begrenzt ein Backup im Monat das, was du verlieren könntest, auf ein paar Wochen. Gewöhn dir außerdem an, vor Reisen, vor einem Handywechsel oder bevor du eine App löschst, ein Backup zu machen.
Ein Backup zu testen ist genauso wichtig, wie es zu erstellen. Das NCSC empfiehlt, deine Backups ab und zu zu prüfen und nachzusehen, ob die wiederhergestellten Daten wirklich da sind. Wenn du siehst, dass sich die Backupdatei öffnen lässt, das Passwort funktioniert und deine neuesten Einträge enthalten sind, erlebst du im Ernstfall keine Überraschung. Am einfachsten geht das direkt nach einem neuen Backup.
Wie sicherst du deine Einträge in Oveluni?
Oveluni speichert deine Einträge auf diesem iPhone; es gibt kein automatisches Cloud-Backup und kein Analytics-Tracking. Deshalb machst du dein Backup selbst. Öffne über das Zahnrad oben rechts in einem beliebigen Tab die Einstellungen und tippe im Bereich Deine Daten auf Sichern / wiederherstellen. Auf der Seite Backup speichern legst du ein Backup-Passwort aus mindestens 12 Zeichen fest und speicherst die Datei mit In Dateien sichern am Ort deiner Wahl. Oveluni kann dieses Passwort nicht wiederherstellen; bewahre es also sicher auf.
Alle Tracking-Bereiche, auch ausgeblendete, und deine Notizen kommen ins Backup; das Datum deines letzten Backups siehst du auf derselben Seite. Das Backup dient dazu, deine Einträge in die App zurückzuholen; wenn du ein lesbares Dokument möchtest, kannst du unter Berichte & Export einen PDF-Bericht erstellen. Wenn du das Handy wechselst, führt dich unsere Anleitung für den Umzug auf ein neues iPhone Schritt für Schritt durch alles. Oveluni kommt bald in den App Store.
Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information. Er stellt keine Diagnose und schlägt keine Behandlung vor; er bietet praktische Tipps zum Erfassen und Verfolgen. Wende dich bei Entscheidungen zu deiner Gesundheit an deine Ärztin oder deinen Arzt. Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2026
Quellen
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